IM NIRGENDWO

tv-drama

Charlotte (Ursina Lardi) ist eine mehrfach preisgekrönte Journalistin. Doch ihr professioneller Drang, verborgene Wahrheiten ans Licht zu führen und Ungerechtigkeiten aufzudecken, ist einem bissigen Zynismus gewichen. Zu den Menschen hält sie ironische Distanz, selbst zu ihrer Tochter hat sie den Kontakt abgebrochen. 

 

Den Auftrag für einen Artikel über einen Migranten aus Afrika, der erfroren vor einer Berghütte gefunden wurde, nimmt sie nur widerwillig an. Doch als sie realisiert, dass sie den Mann gekannt haben muss und dass sich die Spuren des Toten mit dem Leben ihrer Tochter kreuzen, stürzt sie sich in die Recherchen. Je mehr sie erfährt, umso widersprüchlicher werden die Informationen. War der Mann, der sich Goodluck nannte, ein Dealer? Ein Musiker? Kannte er ihre Tochter? Und was suchte er dort oben, im Nirgendwo?

Für Charlotte geraten Phantasie und Wirklichkeit langsam durcheinander und der Geist des Toten wird zu einem widerspenstigen Gefährten. Erst, als es fast zu spät ist, schafft es Charlotte, sich mit ihrem Schicksal zu versöhnen – ein Frieden, der Goodluck nicht vergönnt ist.

 

Der Film basiert auf einer wahren Geschichte, die ich als Journalistin recherchiert habe. Bis heute ist nicht geklärt, wer dieser einsame Tote in den Bergen war - darum wollen wir mit einer fiktiven Geschichte an ihn erinnern.

Regie: Katalin Gödrös

Drehbuch: Simone Schmid

Produktion: Turnus-Film, SRF und Arte

Status: Premiere am Zürich Filmfestival 2016; Erstausstrahlung am 16. Oktober 2016 auf SRF 1